Forschendes Lernen

In unserer Schule forschen und philosophieren die Kinder schon ab dem Vorschulalter.

Im zweiten Schulhalbjahr forschen bei uns alle Klassen, die dies tun möchten. In der Regel beteiligen sich die Vorschüler und die Klassen 2-4. Die ersten Klassen entscheiden sich von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Wir philosophieren mit den Kindern über Begriffe wie „Wahrheit“, „Wissenschaft“, „Glück“ etc. Am Ende dieses Diskurses findet jedes Kind eine individuelle Forscherfrage, zu der es dann im zweiten Halbjahr eine Doppelstunde in der Woche selbständig forscht. Dabei wird es begleitet (gecoacht) von Lehrerinnen, Studenten und Studentinnen, Erziehern und Erzieherinnen unseres Kooperationspartners und Experten und Expertinnen von innerhalb und forsmann-1004320außerhalb der Schule. Im Vordergrund steht dabei der Kompetenzerwerb, nicht ein spezifisches Endergebnis. Am Ende der Forscherzeit erfolgt dann eine zweitägige schulöffentliche Präsentation.

Unter unserer Schuladresse ist unser „Handbuch zum forschenden Lernen – Haben auch Kakteen Berührungsängste?“ zu beziehen.

 

Unsere Schule in der Presse

Im September erschien ein Artikel über das Forschende Lernen in der ZEIT.

Die Reaktion auf diesen Artikel war sehr lebhaft: Einerseits fragten etliche Institutionen und Privatleute wegen des Projektes an, andererseits wurden wir eingeladen zu einer Tagung von Wissenschaftsjournalisten in Bremen „Wann macht Wissen Ah? – Wie kann Wissenschaft Kindern nachhaltig vermittelt werden?“ Die Gelehrtenschule des Johanneums hat nach einer Fortbildung durch uns das Forschen in diesem Schuljahr erstmalig im Jahrgang 7 durchgeführt. Die Präsentation der dortigen Forschungsergebnisse ist geplant für den 20.12.2011 von 16.00 bis 18.00 Uhr. Interessierte Menschen unserer Schule sind dazu herzlich eingeladen.

Auch in Berlin hat sich inzwischen eine große Grundschule, die Schule am Rüdesheimer Platz, für unser Forscherkonzept fortbilden lassen und will nun damit starten. Im Rahmen der Tagung „Besondere Begabungen entdecken und fördern – Impulse für Unterricht und Schule“ stellten wir ebenfalls unser Projekt vor. Diese Tagung wurde organisiert von der Beratungsstelle für besondere Begabungen des Landesinstitutes für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg. (übrigens: Auch das Philosophieren mit Kindern und das Philosophieren über die lebendige Natur wurden dort vorgestellt, beides Projekte, die auch an unserer Schule regelhaft stattfinden.)

So ist unser Projekt zum Forschen inzwischen bekannt weit über die Hamburger Landesgrenzen hinaus. Gerne würden wir einen Sponsor finden, der uns eine zweite Auflage unseres Handbuches zum Forschenden Lernen finanziert. Leider war dafür unsere Suche bisher nicht erfolgreich.

Den Artikel in der ZEIT können Sie hier lesen.

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